Unser täglich Brot …

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wird seit einiger Zeit von mir selbst gebacken. (Ich hoffe, die Christen unter meinen Lesern, fühlen sich nicht angegriffen. Der Titel passte nur so schön. Es ist auf keinen Fall als Angriff oder Belustigung gemeint!!!)
Seit ich in Bayern, äh Franken wohne, habe ich mich immer etwas über die Brotpreise geärgert. Ich weiß, dass Lebensmittel ihren Wert haben. Nur war ich andere Preise aus Hessen gewohnt. Da bekam ich ein Biobrot günstiger als hier ein konventionelles. Hinzu kam dann noch, dass es extrem schwierig war an der großen Bäckerkette hier vorbei zu kaufen und dann auch noch mal 100 % Roggen zu bekommen. Drei Gründe, die mich längere Zeit haben überlegen lassen mein Brot selbst zu backen.
Leider habe ich das im Berufsleben dann nur mit Backmischungen hinbekommen. (Naja, bei den meisten Bäckern gibt es ja auch nichts anderes …). Aber mir waren die immer zu „hefig“. Ich wollte/will Sauerteigbrot!!!
Ja, aber wie daran kommen? Es gibt hier zwar 2 Bäcker, die noch ihren eigenen Sauerteig haben, aber die sind nicht gerade um die Ecke und haben dazu noch komische Öffnungszeiten. Und ich war noch nie sonderlich gut darin, mein Brot pünktlich zu kaufen.
Also habe ich mich daran gemacht, mein Brot selber zu backen – mit Sauerteig. Und bin dabei gleich dazu übergegangen auch meinen Sauerteig selber herzustellen. Der ist nun schon einige Monate alt und versorgt uns immer wieder mit leckeren 100%-Roggen-Bio-Brot.

roggenbrot

 

Das macht mich schon ein wenig stolz, muss ich sagen.
Endlich weiß ich, dass in meinen Brot nichts anderes steckt als Mehl, Wasser und etwas Salz. Ab und an mal ein paar Körner oder Gewürze, aber das war’s. Und mehr braucht es auch nicht. Mein Brot sieht dabei tatsächlich auch noch aus, wie vom Bäcker, obwohl ich in einem stinknormalen Backofen backe.
Ein paar Tricks gibt es aber schon:
1. Der Sauerteig wird 24 Stunden vorher aus dem Kühlschrank genommen und gefüttert. Und zwar innerhalb dieser Zeit genaus 3x. (Man kann auch alles auf einmal füttern, aber da wird er dann nicht so schön.)
2. Die Backtemperatur wird nach und nach reduziert.
3. Der Ofen wird befeuchtet. Aber nicht mit einer Schale Wasser, wie man es öfterst liest, sondern einfach mit einem Schwall, der am Anfang in den Ofen „geschmissen“ wird. (Vorsicht: Verbrühungsgefahr!!!) Mit der Schale Wasser würde die Kruste des Brotes nicht so gut werden.
Heute war dann wieder ein Brot im Ofen und das Ergebnis seht ihr ja weiter oben.

Irgendwann möchte ich dann noch ein Weizensauerteig herstellen. Damit kann man Ciabatta selbst machen. Da freue ich mich schon drauf. Da kann ich dann auch die Herstellweise von Sauerteig dokumentieren.

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