Schlagwort-Archive: Bio

Orangenkuchen nach Lilamalerie

Standard

wieder einmal viel zu lange her, dass ich geschrieben habe. Aber im Moment passiert auch recht viel so im Real Life – Arbeitssuche, Bewerbungen schreiben, Zähne restaurieren (*ätz*), krank sein, gesund werden, usw.

Dennoch war ich natürlich nicht untätig. Um Mal wieder etwas kulinarisches zu posten, werde ich heute eine kleine Abwandlung des Orangenkuchens von Lilamalerie zeigen.

orangenkuchen1.1

Der Kuchen ist der Hammer! So lecker und saftig und überhaupt. Ich habe ihn natürlich mal wieder zuckerfrei gebacken, damit der Sprotz am nachmittäglichen Kuchenessen teilhaben konnte und nicht mit einer Brezen (ich werde langsam zur Fränkin …) vertröstet werden musste.

Dazu habe ich den Zucker mal wieder durch Trockenfrüchte ersetzt. Ich würde Datteln empfehlen. Wir haben unseren Kuchen mit Backpflaumen gemacht, was aber das Bittere der Orange etwas zu sehr betont hat. ich denke, das wäre bei Datteln definitiv anders.

Statt Schokosauce gab es dann eine einfache Schokosahne. Dafür habe ich simpel Sahne mit Kakao (den zum Backen, kein „Kaba“) aufgeschlagen. Es war ein Experiment und hat ganz wunderbar funktioniert. Die Sahne war eine tolle Ergänzung zum Kuchen, außerdem auch zuckerfrei.

Viel Spaß beim Nachbacken!

Und da ich gar nicht genug bekommen konnte, hier noch ein Bild von meinem zweiten Stück. 😉

.orangenkuchen1.2

Und ich schaue heute das erste Mal bei Mittwochs mag ich vorbei. Denn diesen Kuchen mag ich sehr, sehr gerne!

Schwarzbrot mal … anders

Standard

Eigentlich handelt es sich bei diesem Brot um ein stinknormales Roggenvollkornbrot.

schwarzbrotanders

Ich hatte den Sprotzvater damit beauftragt, alle 25 Minuten die Temperatur des Ofens runterzudrehen. In drei Schritten, wie immer.
Leider hat er das das erste Mal vergessen und so wurde die Kruste des Brotes arg schwarz braun.

schwarzesbrot

Aber in diesem Brot haben sich noch mehrere Missgeschicke versteckt. Als wir nach 2 Tagen ruhen lassen davon kosteten, merkte ich, dass ich auch ich nicht wirklich aufgepasst hatte. Ich hatte nämlich das Salz vergessen. Dazu war der Sauerteig lange nicht gefütter worden und das ganze Brot war dann auch noch leicht säuerlich, also noch mehr als sonst.
Hng. Naja, manchmal steckt halt der Wurm drin. Wir haben das Brot aber brav aufgegessen und das nächste sah dann schon wieder viel schöner aus.
Und ich hatte eine nette Brotgeschichte für meinen Blog. Das ist doch auch was wert. Außerdem mag ich es ja von meinen Missgeschicken zu erzählen. Muss halt nicht immer alles perfekt laufen – das wäre ja sonst total langweilig.
Ich hoffe, dass ich bald dazu kommen werde, endlich ein anderes Brot zu probieren oder nochmal zu backen. Mir schwebt da schon sowas vor …

Waschmittel wie zu Omas Zeiten

Standard

Ich bin ja doch schon ein wenig öko. Das wird mir zumindest hinterhergesagt. Ich finde das zwar gar nicht so, aber dieser Post gehört definitiv in die Ökokiste.

Ich ärgere mich schon seit Jahren über Waschmittel. Die ökologischen sind teuer und die billigen sind nicht immer das beste für meine Haut. Weichspüler benutze ich eh schon laaaaaaaange nicht mehr und habe sogar damals meiner Familie verboten, sie weiter zu benutzen. Seit der Pubertät bekomme ich davon nämlich fiese, kleine, juckende Pickelchen am Rücken. Und das muss ja nun wirklich nicht sein.
Ich mag es zudem nicht sonderlich, wenn die Wäsche so arg nach Waschmittel riecht. Am besten sie riecht nach … gar nichts.

Und daher habe ich mich im weltweiten Netz mal umgesehen und auf diversen Blogs nach selbstgemachten Waschmittel umgeschaut.
Ich habe das ganze für eine 1,5 L Flasche und unseren Wasserhärtegrad umgemoddelt und hier bekommt ihr nun meine Variante:

Man braucht:

vollwaschmittelzutaten

20-25 g Kernseife (dabei darauf achten, dass sie ohne EDTA ist!!! Das ist nämlich umweltbelastend! Am besten ihr schaut im Bioladen nach. Meine ist von Sonnett.)
ca. 100g Waschsoda
2 TL Zitronensäure
ca. 1,5 L kochendes Wasser

evtl. ein paar Tropfen ätherisches Öl. Bei Babyklamotten sollte man das aber lieber weglassen. Und ich wollte es meiner empfindlichen Haut auch nicht antun.

Die Kernseife habe ich mit einer Küchenreibe ganz fein gerieben. Dafür habe ich diese krisselige benutzt, nicht die, womit ich normalerweise den Käse reibe.

vollwaschmittelseife

Ich habe zunächst 80g Soda hinzgegeben, was mir bei unserer Wasserhärte dann aber zu wenig erschien. Also kam später noch einmal etwas dazu. Das habe ich in der Zutatenliste bereits berücksichtigt.

vollwaschmittelsoda

Das Wasser kommt in drei 0,5L-Portionen zum Waschmittel hinzu.

vollwaschmittelwasser

Achtung übrigens beim Zugeben der Zitronensäure (als Wasserenthärter eingesetzt)! Ich habe mich als Chemiestudierte natürlich an den Merkspruch „Erst das Wasser dann die Säure, sonst geschieht das ungeheure!“ gehalten. Dennoch sprudelte mir die Lösung ganz schön auf.

vollwaschmittelzitronen

Nach dem ersten Ruhen lassen bekam ich dann einen Seifenklumpen.

vollwaschmittelfest

Der wurde dann wieder mit 500mL Wasser aufgefüllt und kräftig umgerührt. Ich habe dann gleich in eine ausgespülte Waschmittelflasche umgefüllt.

vollwaschmittelhalbfertig

Der Rest des Wassers kam am nächsten Morgen dazu. Zwischendrin habe ich immer mal wieder kräftig geschüttelt, denn das Waschmittel wird sonst zu fest.

vollwaschmittelfertig

 

Ausprobiert habe ich das Waschmittel noch nicht. Aber ich werde natürlich berichten!

Und nun auf zu Meertje.

I love … Brot

Standard

Unter dem Bild von gestern, bzw. unter dem Handtuch, das auf dem Bild zu sehen ist, verbirgt sich ein erneutes Brot.

Ich musste den Teig ganz schnell auf’s Backblech bringen, da es Hungeralarm gab, ich aber die Hände voller Teig hatte. Alles etwas unglücklich gelaufen. Als ich dann nach 2 Stunden Gehzeit dann nach dem Teig geguckt habe, bot es sich einfach an, das ganze in Herzform zu bringen und dann zu backen.

 Herzteigling teiglingherz

Ich war ja sehr gespannt, ob das funktionieren würde. Aber es hat geklappt .

brotzherz

Es ist wieder mal ein ganz einfaches Roggenbrot, ohne irgendwas. Demnächst muss ich wirklich mal ein neues Rezept ausprobieren. Ich habe von Martin Pöt Stoldt das E-book „Der Sauerteig, das unbekannte Wesen“ und nun auch einen Blog entdeckt, dessen Name so ähnlich klingt. Es handelt sich dabei aber um eine andere Person. Da gibt es so viele schöne Rezepte, dass ich dringend welche ausprobieren muss. Auch wenn ich mit dem Anstellgut und dem Vorteig und was es da alles so gibt, noch meine Schwierigkeiten habe. Ich habe einfach Angst, etwas falsch zu machen. Was ja Blödsinn ist. Was soll schon groß passieren, außer dass das Brot nicht gelingt. Dann halt beim nächsten Mal.

Jetzt wo es so heiß ist, werde ich wohl auch meinen Weizensauerteig ansetzen. Damit soll man gutes Ciabatta backen können. Bin ja mal gespannt. Der Sauerteig wird bestimmt gelingen, da bin ich ganz optimistisch.

Ansonsten werde ich wohl montags einen blogfreien Tag einlegen, es sei denn, ich habe gaaaanz viel geschafft. Aber im Moment hänge ich etwas hinterher. Und ich will ja schon regelmäßig schreiben. Aber das ganze soll ja Spaß machen und nicht in Stress ausarten. Das wäre ja blöd.

Ich wünsche euch allen eine schöne Woche! Bis dahin!

Unser täglich Brot …

Standard

wird seit einiger Zeit von mir selbst gebacken. (Ich hoffe, die Christen unter meinen Lesern, fühlen sich nicht angegriffen. Der Titel passte nur so schön. Es ist auf keinen Fall als Angriff oder Belustigung gemeint!!!)
Seit ich in Bayern, äh Franken wohne, habe ich mich immer etwas über die Brotpreise geärgert. Ich weiß, dass Lebensmittel ihren Wert haben. Nur war ich andere Preise aus Hessen gewohnt. Da bekam ich ein Biobrot günstiger als hier ein konventionelles. Hinzu kam dann noch, dass es extrem schwierig war an der großen Bäckerkette hier vorbei zu kaufen und dann auch noch mal 100 % Roggen zu bekommen. Drei Gründe, die mich längere Zeit haben überlegen lassen mein Brot selbst zu backen.
Leider habe ich das im Berufsleben dann nur mit Backmischungen hinbekommen. (Naja, bei den meisten Bäckern gibt es ja auch nichts anderes …). Aber mir waren die immer zu „hefig“. Ich wollte/will Sauerteigbrot!!!
Ja, aber wie daran kommen? Es gibt hier zwar 2 Bäcker, die noch ihren eigenen Sauerteig haben, aber die sind nicht gerade um die Ecke und haben dazu noch komische Öffnungszeiten. Und ich war noch nie sonderlich gut darin, mein Brot pünktlich zu kaufen.
Also habe ich mich daran gemacht, mein Brot selber zu backen – mit Sauerteig. Und bin dabei gleich dazu übergegangen auch meinen Sauerteig selber herzustellen. Der ist nun schon einige Monate alt und versorgt uns immer wieder mit leckeren 100%-Roggen-Bio-Brot.

roggenbrot

 

Das macht mich schon ein wenig stolz, muss ich sagen.
Endlich weiß ich, dass in meinen Brot nichts anderes steckt als Mehl, Wasser und etwas Salz. Ab und an mal ein paar Körner oder Gewürze, aber das war’s. Und mehr braucht es auch nicht. Mein Brot sieht dabei tatsächlich auch noch aus, wie vom Bäcker, obwohl ich in einem stinknormalen Backofen backe.
Ein paar Tricks gibt es aber schon:
1. Der Sauerteig wird 24 Stunden vorher aus dem Kühlschrank genommen und gefüttert. Und zwar innerhalb dieser Zeit genaus 3x. (Man kann auch alles auf einmal füttern, aber da wird er dann nicht so schön.)
2. Die Backtemperatur wird nach und nach reduziert.
3. Der Ofen wird befeuchtet. Aber nicht mit einer Schale Wasser, wie man es öfterst liest, sondern einfach mit einem Schwall, der am Anfang in den Ofen „geschmissen“ wird. (Vorsicht: Verbrühungsgefahr!!!) Mit der Schale Wasser würde die Kruste des Brotes nicht so gut werden.
Heute war dann wieder ein Brot im Ofen und das Ergebnis seht ihr ja weiter oben.

Irgendwann möchte ich dann noch ein Weizensauerteig herstellen. Damit kann man Ciabatta selbst machen. Da freue ich mich schon drauf. Da kann ich dann auch die Herstellweise von Sauerteig dokumentieren.