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Wir haben nun auch endlich einen Lernturm

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Frau Jeder-kann-nähen und eine weitere Freundin haben mich auf die Idee gebracht. Sie haben ihren Zöglingen nämlich Lerntürme gebaut. Ich hatte zuvor noch nie etwas davon gehört. Sie geisterten auch nicht wirklich auf den Blogs rum, die ich so regelmäßig lese. Aber immer wieder sprachen die beiden darüber und dann habe ich die Türme auch noch gesehen.

Der Sprotz war von diesem Exemplar sofort begeistert und da war mir klar: Sowas will ich auch.

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Es hat dann noch einige Zeit gedauert, bis ich den Hocker gekauft habe. Der lag dann natürlich auch noch mal ein paar Wochen herum.

Das Holz war eine edle Spende unserer Nachbarn, die das bei sich auf den Speicher gefunden haben und keine Verwendung dafür hatten. Ich nahm es dankbar an. Sie leihten uns dann auch gleich ihre Stichsäge (nicht das geeignetste Utensil, aber es hat funktioniert …)

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Der Sprotzvater hat den Turm dann letztendlich zusammengebaut und ich habe ihn „stabiler“ gemacht. Dazu hatte ich erst die Idee, das ganze mit Winkeln zu versehen. Die flogen hier noch von diversen Regalen rum. Natürlich musste ich aber noch einen weiteren Ausflug zum Möbelschweden machen, denn es waren nicht genug.

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Und dann stellte sich noch heraus, dass die das ganze Teil auch nicht stabiler machten. Der Trick waren dann einfach: Laaaaange Schrauben.

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Also, falls es jemand nachbauen will: Hier gibt es eine Anleitung und verwendet laaaaaange Schrauben. 🙂

 

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Mittlerweile ist der Lernturm auch oft im Einsatz. Der Sprotz schält mit mir gemeinsam Kartoffeln oder rührt im Topf mit um. Außerdem liebt er es, einfach alles an Zutaten zu probieren. Das macht der ganzen Sprotzfamilie große Freude!

 

Und damit bin ich jetzt mal wieder bei Made4boys, Creadienstag, Upcycling-Dienstag dabei.

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Wickelmatte to go

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Unsere Nachbarn erwarten Nachwuchs! Und ich freue mich, endlich ein paar Nähprojekte fertigen zu können, die ich beim Sprotz „verpasst“ habe. Ich habe halt einfach zu spät mit dem Nähen angefangen.

Vor Ewigkeiten habe ich den wohl hässlichsten Stoff überhaupt gekauft. Und daraus sollte immer diese Wickelunterlage entstehen. Aber die Zeit habe ich erst jetzt dazu gefunden.

Hier seht ihr, wie ich vorgegangen bin.

Ihr braucht für so eine Matte:

Außenstoff,
abwaschbaren Innenstoff,
ein Haarband
einen Knopf
Futtermaterial (so dickere Vlieseline)
etwas Sch

rägb

and

Schneidet die Stoffe wie folgt zu:

Diaperclutch1.1

je einmal Außenstoff, Innenstoff; Futtermaterial: 29 x 81 cm

2x Außenstoff: 38 x 18cm

2x Außenstoff: 54 x 18cm

 

 

 

Man erspart sich wirklich viel Arbeit, wenn man alle Stoffe gut bügelt. Das habe ich dieses Mal dann auch wirklich getan.

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Zunächst habe ich die späteren Taschen für Windeln und Feuchttücher gearbeitet. Dafür sind die kleineren Teile aus Außenstoff gedacht. Das kleinere der beiden Teile wird links auf links in der Mitte gefaltet. Die schöne Stoffseite zeigt also nach außen. Einmal überbügeln.

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Das Schrägband wird an der geschlossenen (!) Seite angenäht. Das muss nicht sein, sieht nachher aber schöner aus. Man kann auch einfach einmal füßchenbreit absteppen oder eine Ziernaht anbringen. Der Fantasie sind da keine Grenzen gesetzt. Fertig ist die Oberseite des späteren Windelfachs. Das ganze macht ihr natürlich zwei mal.

Jetzt wird dieses Oberteil mit dem längeren Stoffstück (54 x 18 cm) zusammengenäht. Dafür wird das größere Teil rechts auf rechts (also die schöne Seite nach innen) in der Mitte gefaltet und gebügelt.

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Nun wird das mit dem Schrägband versehene Ende in das gebügelte Teil gelegt, und zwar so, dass es mit der offenen Seite an die Bügelfalte anschlägt.

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Das ganze wird dann an den Seiten und an der Falte nähfüßchenbreit abgesteppt, zurückgeschnitten (vor allem die Ecken schräg abschneiden) und danach gewendet. Die beiden fertigen Taschen werden jetzt erstmal zur Seite gelegt.

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Jetzt geht es an die Wickelunterlage. Dazu werden die Stoffe wie folgt aufeinander gelegt:

Futtermaterial

Außenstoff mit der schönen Seite nach oben

Innenstoff mit der schönen Seite nach unten (bevor ihr das macht, die Taschen nicht vergessen!)

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Ich habe die Ecken abgerundet. Dafür einfach einen  Teller nehmen und ihn als Schablone auf die Ränder legen. Einzeichnen und diese Linien später als Nählinien nehmen.

Um die Wickelmatte nachher schließen zu können, wird nun auch das Haarband als „Knopfloch“ angebracht. Dazu das Haarband oben mittig platzieren (siehe Bild oben) und den größten Teil nach innen(!) legen. Wenn ihr ein Haarband mit Metallclip benutzt, legt ihn so, dass er nach außen zeigt, dann könnt ihr ihn später einfach abschneiden.

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Nun müssen noch die Taschen hinzugefügt werden. Dafür 5 cm von unten abmessen und die erste Tasche anlegen, so dass die offene Seite mit der Kante des Stoffes abschließt. Außerdem sollte die Seite mit der Öffnung (Schrägband) nach oben zeigen. Die zweite Tasche 2,5 cm über der ersten anbringen. Den Innenstoff auf recht auf rechts auflegen.

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Das ganze nun einmal nähfüßchenbreit absteppen. Dabei unten offen lassen! Beim Gummi ruhig zwei-dreimal drüber nähen, damit es nachher auch gut hält.  Die Nahtzugabe zurückschneiden und bei den Rundungen den Stoff einschneiden, damit man ihn nach dem Wenden besser ausformen kann.

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Wenden.

Bügeln, wenn man mag. Das habe ich weggelassen.

Nun muss nur noch die Öffnung geschlossen werden. Ich wollte eigentlich einen Zierstich dafür verwenden, aber meine Nähmaschine hat bei den Stofflagen gestreikt. Generell muss dafür die Nahtzugabe eingeschlagen werden und dann knappkantig genäht werden.

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Zum Schluss muss dann nur noch der Knopf angenäht werden und fertig ist das gute Stück!

 

Viel Spaß beim Nachnähen. Und wenn ihr Lust habt, sagt mir doch, wie eure Versionen gelungen sind! Ich würde mich drüber freuen!

 

Verlinkt mit: Nähfrosch, Creadienstag, Taschen und Täschchen, Meertje

 

 

MWH aus Sternenstoff

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Und wieder einmal ist eine Mitwachshose aus dem Hause Buntspechte entstanden. Sie ist für einen 17 Monate alten Jungen in Größe 92/98 gemacht.  Ich glaube ja, dass sie ihm noch etwas groß sein wird, aber zum Glück wachsen Kinder ja. Von daher: zu groß ist besser als zu klein.

Ich werde die Mutter fragen, ob ich ein Tragefoto von der Hose bekomme. Bis dahin müsst ihr mit einem „auf dem Boden“-Bild Vorlieb nehmen.

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Was soll ich sagen: Ich liebe ja diesen Schnitt. Und darum hier auch meine Rezension, die sehr, sehr positiv ausfallen wird und vielleicht etwas fangirlisch daher kommt. Ich warne euch schon mal vor …

 

Schnittmuster Mitwachshose
Das Schnittmuster ist ein Freebook von den Buntspechten, das ihr hier herunterladen könnt.

Größen:
Es ist eine Hose für Babys bis (Klein)Kinder und umfasst die Größen 50/56 – 146/152!!! Quasi von der Wiege bis zum Ende der Grundschulzeit. (Naja, vielleicht nicht ganz …)

 

Sieht das genähte Kleidungsstück wie auf dem Fotos aus?
Joah, ich denke doch. Ich habe zwei der Mitwachshosen ohne „Nicht-Taschen“ genäht. Da sieht’s dann logischerweise etwas anders aus. Aber wenn der Sprotz die Hose trägt, schaut’s halt nach einer Mitwachshose aus.

 

Verständlichkeit der Anleitung:
Ganz ehrlich: ich habe die Anleitung für meine genähten Hosen nie gelesen. Wenn man die RAS schon mal genäht hat, dann ergibt sich das ganze von alleine. Das mit den Taschen bei etwas Nachdenken auch, dafür habe ich aber auch die Videoanleitung von „Das Haus mit dem Rosensofa“ verwendet.

Ich habe die Anleitung eben noch mal kurz überflogen und muss sagen: ich find’s verständlich. Vielleicht gibt es andere Leute, die von ihren Erfahrungen berichten mögen? Ich kann da ja nicht mehr so ganz wertneutral dran gehen.

 

Daumen hoch und Daumen runter:
Definitiv Daumen hoch! Ich habe an diesem Schnitt so gar nichts auszusetzen. Er lässt sich gut umsetzen und ist einfach so praktisch und schnell genäht – ca. 20 Minuten inkl. Zuschnitt (wenn das Schnittmuster schon da ist), allerdings ohne Taschen …

 

Verwendeter Stoff:
Vorgeschlagen wird Jersey. Ich habe bisher benutzt: Jersey (altes T-Shirt von mir), Jeans, und halt jetzt Sweat
dazu jeweils Bündchen

 

Änderungen an dem Schnittmuster oder am Design:
Ich habe die Taschen einfach weggelassen. Und bei der Jeansvariante, habe ich „Doch-Taschen“ aus den „Nicht-Taschen“ gemacht. Dafür einfach die Taschen doppelt im Stoff zuschneiden. Die „Ränder“ habe ich dann mit einem Schrägband eingefasst und das ganze dann nur auf der langen Seite auf der Vorderseite der Hose festgenäht. Den Eingriff einfach offen gelassen. Und dann ganz normal wie beschrieben eingenäht.

 

Welche Unterstützungen und Tutorials habe ich genützt:
Wie oben schon beschrieben das Video von „Das Haus mit dem Rosensofa“. Ich mag Videoanleitungen und die vom Rosensofahaus sind einfach nett und sehr gut verständlich.

 

Würdest ich das Schnittmuster nochmals nähen?
Definitiv ja!!! Und es sind auch schon weitere in Arbeit. So soll z.B. eine Matschhose aus dem Muster entstehen. Und ich denke, der Sprotz wird noch viele Hosen aus diesem Schnitt bekommen – die lassen sich nämlich auch prima als Schlumperhosen machen. Oder als Bewegungshosen für’s Turnen, oder, oder, oder. Mein Kopf wird sich da vielleicht/hoffentlich noch ein paar Sachen einfallen lassen.

 

Fazit:
Schnelles Nähprojekt, das Spaß und stolz macht! Vielseitigkeit ist gegeben und der Sitz ist super! Probiert es einfach mal aus!

 

Verlinkung zu: Nähfrosch, Creadienstag, Made4boys, Meertje, Sternenliebe, MWH-Party

RAS mit Rezension

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Es lebe die Alliteration! Und der schlechte Reim… Aber nun zum Eigentlichen:

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Diese RAS ist wie die letzte MWH auch aus Mangel an sauberer Kleidung entstanden.

Den Cord hatte ich schon ganz lange hier liegen, und eigentlich sollte daraus eine Herbstjacke in Größe 80 werden. Nun, wir hatten in unseren Unmengen von geschenkten Babyklamotten aber noch genug solcher Jacken, so dass der Stoff erstmal wieder in der Kiste landete.

Jetzt ist daraus halt eine RAS geworden. Hier nun eine kleine Rezension (die Kategorien habe ich von hier gemopst) zu diesem Schnitt:

Schnittmuster RAS
Das Schnittmuster ist von Katja, vielleicht besser bekannt als Nähfrosch. Sie stellt den Schnitt kostenlos zum Download zur Verfügung

Größen:
Neben den Baby- bis Kleinkindergößen 56-92  gibt es nun auch die Variante für die Frau Mama, in den Größen 34- 50. (Die große RAS habe ich noch nicht ausprobiert). Es ist ein Mehrgrößenschnitt, was die Abänderung sehr einfach macht. Ich nähe z.B. immer mit einer Größe enger als in der Länge.

Sieht das genähte Kleidungsstück wie auf dem Foto bzw. wie die technische Zeichnung aus?
Ich finde schon. Ich kann das nicht immer von mir behaupten, und meist liegt es dann wohl an mir. Hier haben aber fleißige Probenäherinnen dafür gesorgt, dass alles so ist, wie es sein soll. Und der Schnitt ist halt auch an sich sehr einfach.

Verständlichkeit der Anleitung:
Auf jeden Fall! Die RAS war meine allererste Hose. Die Anleitung war idiotensicher. Ich musste allerding mal wieder zweimal lesen, um alles zu verstehen, was aber an meiner geringen Vorstellungskraft lag. Inzwischen nähe ich die RAS ohne Anleitung.

Daumen hoch und Daumen runter:
Ich find’s einfach super, dass es so schnell geht. Und dass man nur „eine“ Naht braucht. Eigentlich sind es zwei. Aber es ist dennoch sehr einfach.
Was mir nicht so gefällt: Dass es nur eine Naht ist. :p Ich finde es einfach schöner, wenn es vorne auch eine Naht gibt.

 Verwendeter Stoff:
Vorgeschlagen wird Jersey. Ich habe bisher benutzt: Jersey, Baumwollstoff, Cord, Sweat

dazu jeweils Bündchen

Änderungen an dem Schnittmuster oder am Design:
Bisher keine. Außer dass ich auch Webware verwende. Das geht ebenso gut und lässt sich manchmal einfach schneller nähen.
Frau Jeder-Kann-Nähen hat die RAS mit einer Passe versehen – auch sehr hübsch!

Welche Unterstützungen und Tutorials habe ich genützt:
Das E-book und das war’s auch schon. Ist halt gut erklärt. Da braucht’s nicht mehr.

Würdest ich das Schnittmuster nochmals nähen?
Ja. Immer wieder, wenn es schnell gehen muss. Allerdings weiß ich noch nicht genau, bis zu welcher Größe ich das machen kann. Irgendwann mag der Sprotz die Hosen vielleicht mal nicht. Mal schauen …

Fazit:
Auf jeden Fall anfängergeeigneter Schnitt. Schnelles Nähprojekt für zwischendurch und auch prima als Babygeschenk geeignet. Dazu einfach die passende Mütze nähen und schon hat man ein kleines Paket zusammen.

Verlinkung zu: Nähfrosch, Creadienstag, Made4boys, Meertje, CordCordCord, RAS-Party

Nähen geht schneller als Waschen

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Wir waren am letzten Wochenende bei der Sprotzvaterfamilie. Und da unser Wäschekorb überquoll, und der Sprotz nichts mehr zum Anziehen hatte, habe ich mal eben eine Hose genäht.

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Das ganze ist eine Mitwachshose von den Buntspechten. Ich habe dafür eine meiner alten Jeans genommen, bzw. die unteren Teile der beiden Hosenbeine. So musste ich unten nicht mehr Säumen und es ging dann tatsächlich schneller als das Waschen einer anderen Hose. Die hätte ja schließlich auch noch trocknen müssen. Perfekt – der Plan war aufgegangen. Und manchmal ist es halt doch von Vorteil, eher große Größen tragen zu müssen. :p Eigentlich wollte ich nämlich die Hose vom Herrn Papa nehmen, die war aber zu schmal.

Aus den Nicht-Taschen habe ich Doch-Taschen gemacht.

Und auch wenn es nur ein kurzer Beitrag war, geht dieser jetzt auf Reisen zu
Nähfrosch, Creadienstag, Upcycling-Dienstag, Sternenliebe und Made4boys.

Eine andere MWH aus einem alten T-Shirt, könnt ihr hier sehen.

Klimperklei…. äh, große Puschen

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Zu Weihnachten bekam Herr Selbstmachdinge nicht nur die Bestecktasche, sondern auch ein paar klimperkleine Puschen – allerdings in Größe 42, daher sind sie wohl eher klimpergroß.

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Sie sind eine Art Gutschein für wärmere Puschen, die gerade darauf warten vernäht und verfilzt zu werden. Die letzten sind jetzt einfach echt durch und da es beim Discounter letztens gar nicht mal so hässliche Filzwolle gab, werden nun also wieder Puschen gestrickt. Ich habe ganz vergessen, wie schnell das doch eigentlich geht.

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Die Puschen sind aus Leder, dass wir uns aus dem Urlaub mitgebracht haben. Leider ist das Leder für Kinder nicht geeignet, aber Erwachsene können es wohl tragen. Es kommt ursprünglich aus der Autoindustrie und wenn der Sprotzvater Socken darin trägt, wird ihm hoffentlich nichts Schlimmes passieren.

Ich bin froh, dass ich es endlich hinbekommen habe, Puschen zu nähen. Und es war auch gar nicht mal so schwierig. Etwas fummelig und ich hab’s erst so richtig beim Machen gerafft, aber es hat geklappt und so hatte ich dann noch ein Last-Minute-Geschenk.

Die nächsten Puschen sind auch schon zugeschnitten und irgendwann muss dann Lisa ran. Diese Puschen sind mit Wilhelmina entstanden, aber das ist das Leder auch dünner als bei dem guten Bio-Leder für die Kinderpuschen. Das packt die neue Maschine einfach nicht…

Verlinkungen: Creadienstag, Alles für den Mann, Für Söhne und Kerle

Es lebe der Sport

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In der letzten Zeit habe ich viele dieser Turnbeutel genäht. Zwei davon habe ich leider vergessen zu fotografieren. Die mussten auch husch, husch fertig werden. Sie sollten schließlich noch pünktlich vor Weihnachten bei ihren neuen Besitzern ankommen. Sie gingen an Nichte und Neffe von Herrn Selbstmachdinge. Ich werde meine Schwägerin noch bitten, sie zu fotografieren, damit ich sie hier noch mal zeigen kann. Der eine sieht aber aus wie der hier:

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Das Schnittmuster ist von dots designs. Ich habe das Anleitungsvideo dazu gesehen und dachte, dass ich so einen Beutel nähen will. Allerdings nicht aus Kunstleder und Jeans, sondern aus schönen Stoffen. 😉
Dazu musste ich natürlich etwas mitdenken, und ich bin echt stolz drauf, dass es geklappt hat. Ich habe den Beutel mit dem netten Schweden-Baumwollstoff gefüttert. Und zur Verstärkung für die Ösen habe ich einfach ein Bodentuch eingenäht.
Beim ersten Turnbeutel habe ich zusätzlich noch die schönen Stoffe mit Vlieseline hinterbügelt. Das war jedoch unnöttig. Durch den Innenbeutel wird das einfach überflüssig und für meinen Geschmack sogar etwas zu steif.

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Die beiden Turnbeutel sind für’s Mäusekind und für den Muckel. Das Mäusekind ist ja schon in der Schule, der Muckel kommt noch. Aber dann hat er gleich einen schicken Turnbeutel.
Da es Geschwister sind und noch beide in einem dankbaren Alter, was das benähen angeht, habe ich den Sternestoff einfach in zwei Farben gewählt – und zwar in den jeweiligen Lieblingsfarben.

Was würde ich nächstes Mal anders machen? Eigentlich nicht viel. Ich habe beim Boden den „Fehler“ gemacht, dass ich ihn etwas zu groß ausgeschnitten habe.

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Ich habe das Bodenwischtuch in der angegebenen Größe ausgeschnitten, die beiden Stoffe aber etwas größer und dann drumherum genäht. Nächstes Mal werde ich wohl darauf achten, dass ich „innerhalb“ des Bodenwischtuchs nähe. Dann wird der Kreis nicht zu groß und lässt sich besser in den Beutel nähen.

Das mit dem Wischtuch im Boden ist übrigens super, finde ich. So braucht’s doch etwas, bis der Beutel durchnässt, wenn er mal an der Bushaltestelle oder so im Regen steht. Außerdem gibt es dem ganzen eine schöne Festigkeit, so dass der Beutel nicht so schlabbert.

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Ich mag auch die Details. 🙂 Dass die Kordel z.B. durch einen Aufhänger gezogen wird, der am Boden mit angenäht ist. Erst dachte ich, dass die Platzierung ungünstig ist. Sie ist aber super! Ich habe auch den Karabiner weggelassen. Das war mir einfach zu teuer. Und es geht auch gut ohne.

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Ach, ja, man sollte darauf achten, dass man eine gerade Anzahl an Ösen in den Verstärkungsring haut. Sonst kommt das mit dem Durchfädeln der Kordel nicht ganz hin.

Von diesen Beuteln werde ich sicherlich noch mal welche nähen. Die machen wirklich Spaß. Ich finde es schön, dass es nicht ein ganz einfacher Beutel ist, aber dennoch ist die Fertigung nicht schwierig. Sowas mag ich. Und ich kann Stoffkombinationen ausprobieren. Da bin ich im Moment noch so schüchtern. So ein Beutel ist eine gute Gelegenheit, sich mal was zu trauen.

Und jetzt geht es auf zum Creadienstag, Made4boys, Meitlisachen, Sporty, Kiddikram, TT, Sternenliebe und zum Nähfrosch.

Sterne auf Mützen – Parade

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Heute noch schnell ein Beitrag über eine Reihe Mützen, die ich schon länger fertig habe.

Sie sind aus der LIDL-Wolle entstanden. Das Muster ist von Yarnspiration wie auch die Apfeltopflappen. Das ist eh eine tolle Seite, wo man unglaublich viele kostenlose Häkel- und Strickanleitungen bekommt.

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Hier eine kurze Zusammenfassung, wie man die Mütze häkelt, da die Anleitung bei Yarnspiration auf englisch ist:
Die Mütze passt laut Yarnspiration 18-24 Monate alten Kindern. Der Sprotz und die Maus von Frau Jeder-kann-nähen tragen sie auch jetzt schon und die sind von 18 Monaten noch weit entfernt. Wir haben wohl zwei kleine Dickschädel …

Die Mütze wird mit halben Stäbchen mit einer 6er Nadel gehäkelt. Jede Runde wird mit 2 Lm begonnen (allerdings würde ich es auch mal ausprobieren das weg zu lassen)

Rd 1: MR mit 8 M
Rd 2:jede M verdoppeln (16)
Rd 3: jede 2. M verdoppeln (24)
Rd 4: jede 3. M verdoppeln (32)
Rd 5: jede 4. M verdoppeln (40)
Rd 6: jede 5. M verdoppeln (48)
Rd 7: (11 hSt, 2 hSt in die nächste Masche) x 4 (52)
Rd 8-16: in jede M 1 hSt

Der Stern:
4 Lm anschlagen
in die 1. LM (3 Maschen von der Nadel gezählt) 14 St arbeiten, mit KM zu einem Kreis schließen
Jetzt werden die Zacken vom Stern gearbeitet:
* 6 Lm (dann wird „zurück gehäkelt“)
2 Lm überspringen, dann 1 fM, 1 hSt, 1 St, 1 dSt,  in die jeweils nächste M häkeln, 2 M vom Kreis überspringen, 1 Km *
von * zu * wiederholen, bis man wieder beim ersten Zacken angekommen ist.

Ohrenklappe:
An den Stern wird die Ohrenklappe direkt angehäkelt. Dafür wird an einer der Spitzen begonnen. Clever ist es, wenn man diese so wählt, dass man den Rest des Fadens vom Stern beim Häkeln einfach mit einfassen kann. Dann erspart man sich das Vernähen. 😉

In die Spitze 1 Km

In die folgenden fM: eine fM

ins folgenden hSt: 1 hSt

ins folgenden St: 1 St

ins folgenden dSt: 1 dSt

in die Km: 1 „Dreifachstäbchen“- Dafür weiß ich den deutschen Begriff nicht. Es wird aber schlicht und ergreifend mit 3 Umschlägen vor dem Durchstechen der Masche gehäkelt und dann 4 Mal mit 2 Schlaufen abgehäkelt. Im Vergleich: ein Doppelstäbchen wird mit 2 Umschlägen und mit 3x 2 Schlaufen gehäkelt. (Ich hoffe, man versteht, was ich meine)

An der nächsten Spitze angekommen 2 fM häkeln, dann noch einmal das ganze bis zur nächsten Spitze.

Arbeit wenden:

auch hier in fM fM häkeln, etc. Ausnahme: in die Dreifachstäbchen wird ein dSt gearbeitet.

Abschluss:

Zum Abschluss werden die Sternohrklappen auf die Mütze genäht und alles rundherum noch mal mit fM versehen. In der Mitte der Ohrenklappen habe ich dann eine Lm-Kette von ca. 25 Lm (je nachdem wie lang man die Kordeln haben möchte) gehäkelt. Auf dem „Rückweg“ dann Km und als ich an der Ohrenklappe wieder angekommen bin dann einfach mit fM weitergemacht. Yarnspiration schlägt vor, die Kordeln extra dranzuhäkeln, aber das bedeutet letztlich nur mehr Arbeit beim Vernähen. Die erste Mütze habe ich so gemacht, bis ich auf die Idee gekommen bin, dass beim Umhäkeln einfach mit einzubinden.

Es gibt dieses Mal auch ein Tragefoto. Das könnt ihr bei Frau Jeder kann nähen bewundern. 🙂 Vielen lieben Dank dafür!

Viel Spaß mit den Mützen!

Verlinkt mit: Meitlisachen, Kiddikram, Made4boys, Meertje, Sternenliebe, Häkelliebe, Creadienstag

Zeit für Weihnachtspost

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Herr Selbstmachdinge und ich waren am Wochenende ziemlich fleißig. Wir haben gekocht, er hat geputzt, ich habe genäht und gemeinsam haben wir auch noch die Weihnachtspost auf den Weg gebracht. Endlich kümmere ich mich wirklich darum. Wie viele Jahre habe ich mir immer vorgenommen den Liebsten zu Weihnachten einen lieben Gruß zu schicken. Oft blieb es aber bei dem Vorhaben.

Letztes Jahr habe ich es trotz Wochenbett geschafft um die 20 Karten zu basteln, mit einem Foto vom Sprotz zu füllen und zu verschicken. Und auch dieses Jahr sollen die Liebsten wieder Post von uns bekommen. Dieses Mal konnte ich aber auf die Hilfe meines wunderbaren Ehemannes zählen. Nicht nur, dass er die Liste führt und an Fotos gedacht hat, nein er hat auch mit Ideen gesammelt und sogar eine Karte selbst gestaltet (welche, darf der geneigte Leser selber erraten. 😉 )

Gebastelt wurde aus normalen Fotokarton und dann teils einfach mit Aufklebern. Tannenbäume wurden spontan ausgeschnitten oder aus alten Zeitungsstreifen gestaltet. Übrigens sollte man bei der Tannenbaumkarte mit den Zeitungsschnipseln aufpassen, was für einen Artikel man da zerreißt. Auf unserer Weihnachtskarte stehen jetzt Wörter wie „gefährliche Virus“ und „Heilmethoden“ und „Impfstoff“. Das passt zwar alles zur Jahreszeit, ist aber vielleicht nicht der schönste Weihnachtsgruß. Die Freundin, die diese Karte bekommt, hat zum Glück sehr viel Humor und so habe ich es einfach so gelassen.

Außerdem habe ich Werbeprospekte nach geeigneten Motiven durchsucht und auch eines gefunden (den Schlitten) und da man jetzt überall diese Knopfkarten sieht, wollte ich bei meinem neuentdeckten Hobby auch so welche machen.

Hier nun die ersten 10 Karten. Insgesamt müssen es dieses Jahr nur 14 werden. Es sei denn, es meldet sich hier jetzt noch jemand, der unbedingt eine haben will und nicht sowieso schon auf unserer Liste steht.

weihnachtskarten1

Und damit geht’s weihnachtlich beschwingt zum Creadienstag und da wir aus alten Prospekten Dinge ausgeschnitten haben, um die Karten zu gestalten auch zum UpcyclingDienstag.

Mit dem 100. Beitrag zum Creadienstag

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Unglaublich aber wahr: Das hier ist mein 100. Beitrag. Hätte nie gedacht, dass ich noch dieses Jahr dazu komme.

Und dazu kann ich noch ein wenig feiern! Ich habe es getan. Jawoll. Ich habe an ein paar Hosenbeine Bündchen angenäht.

Lange Zeit habe ich mich davor gedrückt und die Mitwachshose von den Buntspechten (ein tolles Freebook) lag dann eine ganze Weile halb fertig hier herum. Sie sollte aber nicht zu einem UFO verkommen und außerdem sollte der Sprotz sie ja auch noch tragen können. Und das wird bei Größe 68/74 nun schon langsam etwas knapp.

Auf dem Stoffmarkt habe ich dann zu dem gewählten Stoff (ein altes T-Shirt von mir) dann auch noch das perfekte Bündchen gefunden, so dass ich keine Ausrede mehr hatte.

Und es ist mir gelungen:

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Witzigerweise habe ich einen kleinen Fehler beim Bauchbündchen gemacht und muss da an einer Stelle jetzt noch mal ausbessern. Die Beinbündchen waren aber total flux angenäht und haben überhaupt keine Probleme bereitet. Hoffentlich war das nicht nur Anfängerglück.

Achja, die Wilhelmina ist schon ein Schatz. Ich bin echt froh, dass ich sie mir gekauft habe. Sie schafft zwar mittlerweile nicht mehr alle meine Nähprojekte, aber dafür gibt es ja noch meine alte Lisa, die ich demnächst mal hervorkramen muss, um ein paar Sachen fertig zu machen.

Ich mag die Mitwachshose wirklich sehr gerne und freue mich schon darauf noch welche davon zu nähen. Mir gefällt der Schnitt wirklich sehr gut und sie ist fast eben so einfach zu nähen wie die RAS. Allerdings muss ich zugeben, dass ich bei dieser Hose die Nähte zunächst mit  einem Steppfaden (0der wie das heißt) quasi per Hand vorgenäht  habe. Das ist bei der RAS wiederum nicht nötig. Also vielleicht doch etwas komplizierter. Naja. Ich werde wohl zwischen diesen beiden Schnittmustern immer mal wieder hin und her wechseln.

Und nun verlinke ich freudig mit Creadienstag, UpcyclingDienstag, Made4boys und Meertje. Und da es ja nach einem Freebook entstanden ist, natürlich auch beim Nähfrosch!