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Vegetarisches Sonntagsessen

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Heuer gab es zu Weihnachten kein Fleisch. Irgendwie hatten wir keine Lust darauf.
Dafür gab es ein ganz vorzügliches vegetarisches Essen. Einen Rotkohlstrudel mit Orangensoße.

rotkohlstrudel

Himmel, war das lecker! Uns hat das Fleisch absolut nicht gefehlt. Aber man könnte dieses Gericht auch gut zu einer Ente servieren. Wahrscheinlich würden wir dann die Kroketten weglassen.

Hier das Rezept:

800 g Rotkohl, ganz dünn geschnitten bzw. gehobelt
1 rote Zwiebel. in kleine Würfel geschnitten
Öl
1 Apfel, gewürfelt
400 mL Apfelsaft
eine Handvoll Rosinen
Nelken
Chili (kann man auch weglassen – ich fand’s eher überflüssig)
Salz
Kümmel
1 Packung Feta
Walnüsse nach Belieben
Strudelteig (darf gekauft werden. Wir haben ihn selbst gemacht)

Zunächst werden die Zwiebeln in etwas Öl (wir haben Olivenöl genommen) glasig gedünstet. Dann kommt der Rotkohl darauf und wird ca. 5 Minuten mit gedünstet. Das ganze wird mit dem Apfelsaft abgelöscht. dem Apfel und die Rosinen dazu und kann dann erstmal etwas köcheln. Nach einer Weile mit den Gewürzen abschmecken.
Das ganze nach ca. 30 Minuten mit etwas Stärke binden, damit der Rotkohl nicht zu doll durchsupscht.

Den Strudelteig dünn ausrollen, bzw. ziehen. Den Rotkohl darauf geben, Feta und Walnüsse dazu und das ganze dann einrollen.
Für 20 Minuten bei 180° C Umluft in den Backofen.

Orangesoße
Eigentlich handelt es sich hier um eine einfache Bechamelsoße, die aber raffiniertere Zutaten hat

2 Schalotten, klein gewürfelt
1 EL Butter
1 EL Mehl
Abrieb von einer halben Orange
200 mL frisch gepresster Orangensaft
150 mL Brühe
Estragon
5 EL Sahne

Die Schalotten in der Butter glasig dünsten. Dann das Mehl dazu geben und anschwitzen. Mit dem Orangesaft und der Brühe ablöschen. Den Abrieb dazu und das ganze 20 Minuten bei geringer Hitze köcheln lassen.
Zum Schluss mit Salz, Pfeffer und Estragon abschmecken und die Sahne hinzugeben. Nochmal 5 Minuten ziehen lassen.

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Der Herbst, der Herbst, der Herbst ist da …

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Ich liebe ja diese Ohrwürmer. Lieder sind einfach was tolles. Und da der Herbst jetzt tatsächlich da ist, soll es bei diesem Küchenmittwoch auch ein wenig herbstlich zugehen.
Am Wochenende gab es nämlich selbstkreierte Kürbislasagne.
Ich liiiiiiebe Kürbis. Vor allem Hokkaido. Der schmeckt mir einfach mit am besten und ist dazu noch von der Zubereitung so super simpel. Und sowas ist im Familienalltag echt wichtig. Ich suche ja immer nach Rezepten, die auch für Kinder geeignet, einigermaßen gesund und schnell zuzubereiten sind. Dazu sollen sie natürlich auch den Erwachsenen mit möglichst wenig nachwürzen gut schmecken.
Darum habe ich dieses Mal die Lasagne tatsächlich vorkonzipiert und war dann ganz stolz, als mein Konzept aufging und die gesamte Familie begeistert davon aß.

lasagnetisch

Man nehme:
1/2 Kürbis (so ein mittelgroßer)
Lasagneplatten (die habe ich nicht gezählt …)
800 g Tomaten (ich war faul und habe 2 Dosen genommen)
1 große Zwiebel
1 Zehe Knoblauch
Olivenöl
2 EL Butter
2 EL Mehl
1 Becher Sahne
Milch (habe ich nicht abgemessen)
Käse
Salz, Pfeffer, Muskat

Zuerst habe ich die Tomatensoße vorbereitet. Ich habe die Hälfte einer riesigen Zwiebel (fast Gemüsezwiebelgröße) in Würfel geschnitten und den Knoblauch fein gehackt. Das ganze mit etwas Olivenöl glasig gebraten. Danach einfach die Tomaten dazu und langsam köcheln lassen.
In der Zwischenzeit ging es dem Kürbis an den Kragen. Ich wollte kein Ragout davon machen, also gab es feine Schnitze, die ich mit dem guten alten Hobel gemacht habe.

lasagnekürbis

Die andere Hälfte der Zwiebel wurde in Halbringe geschnitten und mit dem Kürbis zusammen angedünstet. (Ich musste es trennen, da meine Pfanne für die Mengen zu klein war, habe es dann aber nachher gemischt). Das kann schon so 10 Minuten dauern. Zwischenzeitlich köchelt die Tomatensoße auch so vor sich hin.

lasagnezutaten

Und zu guter Letzt habe ich dann noch aus Butter, mehl, Sahne und Milch eine Bechamelsauce hergestellt. Dazu Butter in einem kleinen Topf zerlassen und genauso viel Mehl hinzugeben, wie Butter im Topf ist. Das ist ein kleiner Trick, den mir Chillylemon von Zuckerzitronen verraten hat. Damit gelingt so eine Mehlschwitze einfach immer. Gut umrühren und sofort die Sahne hinzugeben. Ich habe dann mit Milch aufgefüllt, bis eine gute Menge von der Sauce entstanden ist (ich mag gerne eine dickere Schicht als Abschluss der Lasagne). Während gut gerührt wird, die Sauce aufkochen lassen und wenn sie etwas anzieht sofort von der Hitze nehmen.
Eine Auflaufform wird eingeölt und mal mit einer Schicht Lasagneplatten belegt. Dann abwechselnd Tomaten, Kürbis und Lasagneplatten in die Form tun. Meine letzte Schicht vor der abschließenden Bechamelsauce waren Lasagneplatten. Zu guter letzt etwas Käse oben drauf reiben und ab in den Ofen.
Bei ca. 190° C Ober-/Unterhitze ca. 25 Minuten backen.

So sah sie dann auf dem Teller aus.

lasagneteller

Und nun wünsche ich guten Appetit!

Willkommen in Veggiestan!

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Das genialste Kochbuch, dass ich jemals besessen habe, ist wohl Veggiestan.

veggiestan

Der Sprotzvater und ich haben es uns zur Geburt vom Sprotz geschenkt. Gemeinsam kochen ist ja eines unserer großen Leidenschaften und so entstehen am Wochenende immer wieder Leckereien.
Aus dem Kochbuch Veggiestan haben wir schon so einiges ausprobiert und bisher hat uns wirklich ALLES geschmeckt! Es handelt sich dabei um orientalische, vegetarische Rezepte. Zu jedem Rezept gibt es eine kleine Geschichte oder Erläuterung und das ganze Buch ist sehr nett und farbenfroh aufgemacht. Ein Blick hinein lohnt auf jeden Fall!
Zuletzt hatten wir Linsen mit Pfirsichen. Das Gericht landete jetzt schon zum zweiten Mal auf unseren Tellern. Sogar der Sprotz hat es mit Genuss verputzt! Natürlich haben wir für ihn den Chili und den Ingwer, so wie Salz und Pfeffer weggelassen. Wir haben dann einfach einen kleinen Topf für ihn alleine gekocht.

linsenpfirsich

Die Linsen werden einfach mit Zwiebeln und Paprika angeschwenkt und dann gekocht. Hinein kommen dann Gewürze wie Zimt, Kurkuma, Muskat, Salz, Ingwer, eine Chili, sowie etwas Zitronensaft und Zucker.
Zusätzlich werden in einer Pfanne 4-5 Pfirsiche und eine handvoll Cranberries geschwenkt. Das ganze wird dann zusammen gegeben und mit Reis gegessen. Wirklich sehr lecker, fruchtig und etwas scharf. Eine tolle Mischung! Und es schmeckt wirklich besser, als es auf dem Bild vielleicht aussieht. 😉 Ich hatte ja eigentlich einen anderen Teller fotografieren wollen, wo mir das Anrichten viel besser gelungen war. Doch leider hatte der Sprotz tierischen Hunger (es war nämlich sein Teller) und er hat mit seinem Löffel umgerührt bevor die Kamera überhaupt im richtigen Raum war.

 

Einfach hausgemacht

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Vor einiger Zeit berichtete ich darüber, dass der Herr Sprotzvater und ich bei einer Leseraktion der Zeitschrift „Einfach hausgemacht“ mitgemacht haben. Aufgabe war, aus einem Warenkorb plus maximal zwei Zutaten (wobei Öl, Kräuter, Wasser und Salz nicht als Zutaten zählten) ein Gericht zu entwerfen.

Der Warenkorb bestand aus:

1 Blumenkohl
4 Eier
2 Brötchen
500 ml Milch
200 g schwarze Oliven

Für mich schrie das sofort nach „Arme Ritter“ und das haben wir dann daraus gezaubert:

Oliven-Arme-Ritter mit lauwarmen Blumenkohl-Linsen-Salat

 armerblumenkohl

 

Zutaten für 2 Personen:

für die armen Ritter:

2 Brötchen *

50g schwarze Oliven *

1 Ei

250 mL Milch *

Salz

Pfeffer

für den Salat:

½ Blumenkohl *

100 g Linsen (beliebig, z.B. Beluga-Linsen)

ca. 6 Zweige glatte Petersilie

4 EL Rapsöl

2-3 EL Balsamicoessig

1 Knoblauchzehe

1 TL Dillspitzen

½ TL Koriander, gemahlen

1 Msp Kreuzkümmel, gemahlen

Salz

Pfeffer

Außerdem:

Wasser zum Kochen

Raspöl zum Anbraten

Zubereitung arme Ritter:

Die Oliven entkernen und im Mixer zerkleinern.

Das Ei mit der Milch verquirlen. Die Oliven mit in die Ei-Milch-Masse geben und verrühren. Anschließend die Masse (ruhig kräftig) salzen und pfeffern.

Die Brötchen in Scheiben schneiden. Die Scheiben in die Ei-Milch-Oliven-Masse legen und darin einweichen lassen bis die Brötchen die ganze Flüssigkeit aufgesogen haben.

In einer Pfanne reichlich Rapsöl erhitzen und die Oliven-Arme-Ritter darin ausbacken.

Zubereitung Salat:

Die Linsen in reichlich Wasser ohne Salz garen.

Die Röschen des Blumenkohls in Scheiben schneiden und 3 Minuten blanchieren. Beide Zutaten etwas abkühlen lassen.

Die Petersilie waschen und in Streifen schneiden.

In der Zwischenzeit das Dressing zubereiten. Dazu den Knoblauch sehr fein hacken. Öl und Essig mit dem Knoblauch und den Kräuter bzw. Gewürze (außer der Petersilie) in einer großen Schüssel verrühren.

Zum Abschluss Linsen, Blumenkohl und Petersilie in das Dressing geben und gut umrühren.

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Uns hat es sehr gut geschmeckt. Vor allem der Salat. Mit den Angaben für’s Dressing bin ich ehrlich gesagt sehr, sehr unsicher, denn so etwas mache ich immer aus dem Handgelenk. Ich habe da mittlerweile auch ein ganz gutes Händchen für. Also bei den Angaben darf der geneigte Nachkocher gerne variieren!

Noch haben wir keine Nachricht von der Zeitschrift. Ich tippe auch mal, dass wir damit keinen Blumentopf, äh Überraschungspaket gewinnen werden. Aber es hat einen Heidenspaß gemacht. Und darauf kommt es schließlich an, nicht wahr?!

Gib mir Details!

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Ich habe mir beim Nähen eines Projektes selber ein kleines Detail ausgedacht und an das Projekt angebracht. Es ist das erste Mal, dass ich mir etwas überlegt habe und es sogar geklappt hat. Darum möchte ich euch das heute als kleinen Appetithappen auf meine Sommerhose vorstellen.

Detailsommerhose

Bei der Hose ging bis auf eine Kleinigkeit (die aber doch irgendwie viel Arbeit macht) alles glatt. Darum kann ich noch nicht im Ganzen präsentieren. Korrekturarbeiten sind mal wieder angesagt. Aber was wäre das Nähen ohne Fehler? Ich bin mal gespannt, ob ich mal etwas zum ersten Mal hinbekomme, ohne einen Fehler zu machen. Das wird dann groß gefeiert, glaub ich. 😉

Ansonsten haben wir heute die Zucchini-Quiche von Chillylemon nachgekocht. Köstlich. Unsere ist zwar nicht so hübsch fotografiert, aber lecker war sie trotzdem.

Zucchiniquiche

Wir haben den Teig allerdings nicht wie im Rezept beschrieben eine Stunde im Kühlschrank aufbewahrt. Ob er deshalb im Backofen so geblubbert hat? (Ich glaube ja, es lag an der Butter, aber lustig sah es dennoch aus …) Wir haben sie auch nur eine halbe Stunde im Backofen gehabt und keine 40 Minuten. Wie man sieht, war sie da schon recht braun. Leider haben wir gestern vergessen Salat einzukaufen. Wir haben dann einfach mehr von der Quiche an sich gegessen. 😉

 

I love … Brot

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Unter dem Bild von gestern, bzw. unter dem Handtuch, das auf dem Bild zu sehen ist, verbirgt sich ein erneutes Brot.

Ich musste den Teig ganz schnell auf’s Backblech bringen, da es Hungeralarm gab, ich aber die Hände voller Teig hatte. Alles etwas unglücklich gelaufen. Als ich dann nach 2 Stunden Gehzeit dann nach dem Teig geguckt habe, bot es sich einfach an, das ganze in Herzform zu bringen und dann zu backen.

 Herzteigling teiglingherz

Ich war ja sehr gespannt, ob das funktionieren würde. Aber es hat geklappt .

brotzherz

Es ist wieder mal ein ganz einfaches Roggenbrot, ohne irgendwas. Demnächst muss ich wirklich mal ein neues Rezept ausprobieren. Ich habe von Martin Pöt Stoldt das E-book „Der Sauerteig, das unbekannte Wesen“ und nun auch einen Blog entdeckt, dessen Name so ähnlich klingt. Es handelt sich dabei aber um eine andere Person. Da gibt es so viele schöne Rezepte, dass ich dringend welche ausprobieren muss. Auch wenn ich mit dem Anstellgut und dem Vorteig und was es da alles so gibt, noch meine Schwierigkeiten habe. Ich habe einfach Angst, etwas falsch zu machen. Was ja Blödsinn ist. Was soll schon groß passieren, außer dass das Brot nicht gelingt. Dann halt beim nächsten Mal.

Jetzt wo es so heiß ist, werde ich wohl auch meinen Weizensauerteig ansetzen. Damit soll man gutes Ciabatta backen können. Bin ja mal gespannt. Der Sauerteig wird bestimmt gelingen, da bin ich ganz optimistisch.

Ansonsten werde ich wohl montags einen blogfreien Tag einlegen, es sei denn, ich habe gaaaanz viel geschafft. Aber im Moment hänge ich etwas hinterher. Und ich will ja schon regelmäßig schreiben. Aber das ganze soll ja Spaß machen und nicht in Stress ausarten. Das wäre ja blöd.

Ich wünsche euch allen eine schöne Woche! Bis dahin!

Unser täglich Brot …

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wird seit einiger Zeit von mir selbst gebacken. (Ich hoffe, die Christen unter meinen Lesern, fühlen sich nicht angegriffen. Der Titel passte nur so schön. Es ist auf keinen Fall als Angriff oder Belustigung gemeint!!!)
Seit ich in Bayern, äh Franken wohne, habe ich mich immer etwas über die Brotpreise geärgert. Ich weiß, dass Lebensmittel ihren Wert haben. Nur war ich andere Preise aus Hessen gewohnt. Da bekam ich ein Biobrot günstiger als hier ein konventionelles. Hinzu kam dann noch, dass es extrem schwierig war an der großen Bäckerkette hier vorbei zu kaufen und dann auch noch mal 100 % Roggen zu bekommen. Drei Gründe, die mich längere Zeit haben überlegen lassen mein Brot selbst zu backen.
Leider habe ich das im Berufsleben dann nur mit Backmischungen hinbekommen. (Naja, bei den meisten Bäckern gibt es ja auch nichts anderes …). Aber mir waren die immer zu „hefig“. Ich wollte/will Sauerteigbrot!!!
Ja, aber wie daran kommen? Es gibt hier zwar 2 Bäcker, die noch ihren eigenen Sauerteig haben, aber die sind nicht gerade um die Ecke und haben dazu noch komische Öffnungszeiten. Und ich war noch nie sonderlich gut darin, mein Brot pünktlich zu kaufen.
Also habe ich mich daran gemacht, mein Brot selber zu backen – mit Sauerteig. Und bin dabei gleich dazu übergegangen auch meinen Sauerteig selber herzustellen. Der ist nun schon einige Monate alt und versorgt uns immer wieder mit leckeren 100%-Roggen-Bio-Brot.

roggenbrot

 

Das macht mich schon ein wenig stolz, muss ich sagen.
Endlich weiß ich, dass in meinen Brot nichts anderes steckt als Mehl, Wasser und etwas Salz. Ab und an mal ein paar Körner oder Gewürze, aber das war’s. Und mehr braucht es auch nicht. Mein Brot sieht dabei tatsächlich auch noch aus, wie vom Bäcker, obwohl ich in einem stinknormalen Backofen backe.
Ein paar Tricks gibt es aber schon:
1. Der Sauerteig wird 24 Stunden vorher aus dem Kühlschrank genommen und gefüttert. Und zwar innerhalb dieser Zeit genaus 3x. (Man kann auch alles auf einmal füttern, aber da wird er dann nicht so schön.)
2. Die Backtemperatur wird nach und nach reduziert.
3. Der Ofen wird befeuchtet. Aber nicht mit einer Schale Wasser, wie man es öfterst liest, sondern einfach mit einem Schwall, der am Anfang in den Ofen „geschmissen“ wird. (Vorsicht: Verbrühungsgefahr!!!) Mit der Schale Wasser würde die Kruste des Brotes nicht so gut werden.
Heute war dann wieder ein Brot im Ofen und das Ergebnis seht ihr ja weiter oben.

Irgendwann möchte ich dann noch ein Weizensauerteig herstellen. Damit kann man Ciabatta selbst machen. Da freue ich mich schon drauf. Da kann ich dann auch die Herstellweise von Sauerteig dokumentieren.